MEDZENTRUM Kirtorfer Höfe: Spatenstich

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Hessisches Pilotprojekt startet durch

Prominente Gäste beim Spatenstich für das MEDZENTRUM Kirtorfer Höfe

Zum symbolischen Spatenstich für das MEDZENTRUM Kirtorfer Höfe waren alle Personen und Institutionen eingeladen, die am Vorhaben beteiligt waren oder sind. Und (fast) alle waren erschienen: Prominenter Gast und Redner war Kanzleramtschef Professor Dr. Helge Braun, zu dessen Wahlkreis die Vogelsbergkommune gehört.

Am Spatenstich konnten nicht alle am Projekt beteiligten Personen teilnehmen. Die kleine Auswahl bestand aus (von links): Prof. Dr. Helge Braun, Axel Wintermeyer, Karsten Jost, Dr. Jens Mischak, Alexander Bechtler, Leopold Bach, Nikola Bechtler, Ulrich Künz, Gesine Schmidt, Dr. Steffen Kaubrügge und Michael Buff. (Foto: Jonas Kinski)

Mit Dr. Helge Braun kam die Sonne nach Kirtorf

Beim Eintreffen des gebürtigen Gießeners brach die Sonne durch den zuvor hartnäckig bedeckten Himmel. Da ging ein Aufatmen durch die Reihen der vielen Helfer, die zuvor die vom Regen benässten Bänke und Tische auf dem Oberen Marktplatz  trockengewischt hatten. Moderator Mick Knauff deutete das zeitgleiche Erscheinen der Sonne mit dem Kanzleramtsminister als gutes Zeichen für die ganze Veranstaltung.

Und der beliebte Börsenkorrespondent Knauff behielt Recht: Seiner charmant vorgetragenen Vorgabe an die Redner, nur maximal fünf Minuten zu sprechen, wurde von allen acht Herren Folge geleistet. Auf diese Weise konnte Prof. Dr. Braun beim Höhepunkt der Feier persönlich zum Spaten greifen. Sein Büro hatte nämlich schon im Vorfeld angekündigt, dass der Terminkalender des Kanzleramtschefs keinen ausgedehnten Aufenthalt in Kirtorf zulasse.

Redner mit persönlichem Bezug zum Projekt

Bemerkenswert: Alle Redner hatten einen persönlichen, teils sehr emotionalen Bezug zum Dorferneuerungsprojekt Kirtorfer Mitte, zu dem das MEDZENTRUM Kirtorfer Höfe gehört.

Karsten Jost

Karsten Jost, Geschäftsführer der Projektgesellschaft Kirtorfer Höfe, der den Reigen der Redner eröffnete, dankte ausdrücklich seiner Ehefrau für ihre Langmut, da sie in den vergangenen Jahren viele Stunden auf ihn verzichten musste, während er sich für das Projekt engagierte.

Prof. Dr. Helge Braun

Kanzleramtsminister Prof. Dr. Helge Braun legte den Fokus auf das Thema „gleichwertige  Lebensverhältnisse in Stadt und Land“. Gerade für die älteren Menschen im ländlichen Raum sei die medizinische Versorgung von zentraler Bedeutung. Daher sei Kirtorf ein Vorbildprojekt, denn es habe zum Ziel, die wohnortnahe Versorgung zu sichern, den Handel zu  beleben und Menschen nach Kirtorf zu ziehen. Dass das auch gelingt, da sei er sicher.

Axel Wintermeyer

Axel Wintermeyer, Chef der Hessischen Staatskanzlei, erinnerte sich an das Jahr 2018, als der Kabinettsausschuss „Demografie und ländlicher Raum“ in Kirtorf tagte. Damals schon fand er es „unglaublich beeindruckend“, was die Kirtorfer an Planungen vorgelegt hatten.

Wintermeyer, der auch Demografie-Beauftragter der Hessischen Landesregierung ist, stellte den ländlichen Raum in den Mittelpunkt seiner Rede: „50 Prozent der Hessen leben im ländlichen Raum“, erklärte er. Sein Ziel sei es, Innenstädte attraktiver zu machen und Leerstand zu verhindern. In Kirtorf, da sei er sicher, werde dieses Ziel erreicht. Denn: „Wir Politiker können viel reden, aber machen müssen es die Menschen vor Ort“, so Wintermeyer.

Dr. Jens Mischak

Das Thema räumliche Entwicklung nahm auch Dr. Jens Mischak auf, der Erste Kreisbeigeordnete des Vogelsbergkreises. „Innenentwicklung geht vor Außenentwicklung“, so sein Credo. Man dürfe nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen, die zur Ausdünnung der Innenflächen geführt haben.

Andreas Fey

Persönliche Worte fand der amtierende Bürgermeister von Kirtorf, Andreas Fey: „Als ich das zarte Pflänzchen „Projekt Kirtorfer Mitte“ übernommen habe, begann ein Weg, der doch viel steiniger war als gedacht.“ Doch die Richtung ist für ihn entscheidend: „Das, was wir hier in die Wege geleitet haben, ist richtungweisend,“ betonte er. Und die Richtung heißt: Kirtorf gewinnt an Bedeutung.

Alexander Bechtler

Der Gießener Rechtsanwalt Alexander Bechtler, Sprecher des MEDZENTRUM-Netzwerks, betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der ambulanten medizinischen Versorgung für die Menschen im ländlichen Raum. Viele Gemeinden leiden unter einer Entwicklung, die mit dem drohenden Verlust einer intakten Infrastruktur einhergehe: Wenn der Arzt im Ort seine Praxis ohne Nachfolger schließen muss, verliert auch die Apotheke ihre Kunden, dann schließen nach und nach weitere Geschäfte.

„Dass ein solcher Abwärtstrend in Kirtorf gar nicht erst beginnen konnte, ist auch dem Weitblick des ehemaligen Bürgermeisters und jetzigen Ehrenbürgermeisters Ulrich Künz zu verdanken. Denn in seine Amtszeit, die mit 42 Jahren die bislang längste eines Bürgermeisters in ganz Deutschland war, fällt die Initiative für die Modernisierung der Kirtorfer Mitte.“

Ulrich Künz

Nachdem auch der so geehrte Ulrich Künz in seinem Grußwort auf die Anfänge des Projektes zurückgeblickt hatte, spazierte die ganze Feiergemeinde vom oberen Marktplatz zur Neustädter Straße zum Spatenstich.

HINTERGRUND

Und das sind die wesentlichen Eckpunkte des strategischen Sanierungsbereichs: Auf dem Grundstück zwischen Neustädter Straße, Braugasse und dem Verlauf der Omena wird das MEDZENTRUM Kirtorfer Höfe errichtet. Bereits im vergangenen Jahr entstand eine neue Brücke über den Bach Omena, die den direkten Zugang vom Grünen Weg zum MEDZENTRUM-Gelände ermöglicht. Zwei viergeschossige Neubauten mit einer Gesamtmietfläche von rund 2.700 m² bieten der ambulanten medizinischen Versorgung in Kirtorf eine neue Heimat.

Neubauten und Sanierung

Die historische Häuserzeile an der Neustädter Straße wird erneuert: Unter städtischer Bauherrschaft stehen die drei Häuser mit den Nummern 3, 5 (Neubau) und 7. Für die Häuser mit den Nummern 11 (Neubau) und 9 ist die Projektgesellschaft verantwortlich. Das ausführende Architekturbüro ist das Atelier Spitzner aus Großseelheim. Geplant ist neben neuem Wohnraum auch sogenannter „Co-Working-Space“. Die Stadt-Apotheke Kirtorf steht als Mieter bereits fest. Ebenso sicher ist, dass ein Café/Bistro einziehen wird. Es wird also eine lebendige Mitte entstehen, die für Kirtorf mehr Lebensqualität und Attraktivität bedeutet.

Ein MEDZENTRUM – zwei Gebäude

Das Ärzte- und Gesundheitszentrum entsteht nach Plänen der designplus. In jedem der beiden Häuser gibt es bereits Mieter: die hausärztliche Gemeinschaftspraxis Gleen-Felda und KORPEO, Physiotherapie und Aufbautraining. Ebenfalls feststeht, dass mit Dr. Steffen Kaubrügge die Oralchirurgie und die allgemeine Zahnmedizin vertreten sein wird. Auch ein HNO-Arzt gehört zu den Mietern. Mit Ärzten und weiteren Gesundheitsdienstleistern wie z. B. einem Hörgeräteakustiker, führt die zuständige IWG-Projektentwicklerin, Frau Nikola Bechtler, derzeit Gespräche. Frau Bechtler freut sich über weitere Anfragen von Interessenten unter n.bechtler@iwg.de.

Das MEDZENTRUM Kirtorfer Höfe ist Bestandteil der Dorfentwicklungsplanung „Kirtorfer Mitte“. Bauherrin des MEDZENTRUM Kirtorfer Höfe ist die Projektgesellschaft Kirtorfer Höfe GmbH & Co. KG. Die zuständige Projektentwicklungsfirma, die auch die Vermietung verantwortet, ist die IWG Ideenwelt Gesundheitsmarkt GmbH, die juristische Begleitung übernimmt die Kanzlei HFBP Rechtsanwälte und Notar. Die Projektleitung hat die medbau Projektrealisierungsgesellschaft mbH inne, die als Projektsteuerer das Stuttgarter Unternehmen IPF eingesetzt hat. Den architektonischen und gestalterischen Entwurf sowie die planerische Umsetzung betreuen das Gießener Unternehmen designplus Planungsgesellschaft mbH und das Großseelheimer Architekturbüro Spitzner.

Andrea Ulrich

Öffentlichkeitsarbeit

Andrea Ulrich ist Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit der IWG Ideenwelt Gesundheitsmarkt GmbH und Ansprechpartnerin für Medienvertreter.